Besuch aus der Normandie

05. Juni 2017

Einen 1-wöchigen Aufenthalt verbrachten 23 Schülerinnen und Schüler mit ihrem Lehrer Etienne Vincent und zwei Begleiterinnen der Ecole Primaire Saint-Sever-Calvados an den Außenstellen Reichenbach und Strohbach der Geschwister Scholl Grundschule Gengenbach. Die Partnerschaft entstand im Jahr 2008 durch ein von der EU gefördertes COMENIUS-Projekt. Nach dem Ende auch des zweiten Projektes im Jahr 2012 wurde auf Initiative von Angelika Stelzer und Etienne Vincent diese Partnerschaft aufrecht erhalten.

Zu Beginn der Woche stand für die Gäste aus der Normandie das Kennenlernen der Teilschulen im Vordergrund. In Reichenbach beschäftigte man sich mit dem Thema Freundschaft, es gab eine gemeinsame Englisch-Stunde mit Jane Schlingensief, eine Musikstunde mit Beate Berkmann, in der gemeinsam Bewegungslieder einstudiert wurden, und am Nachmittag viele Teamspiele, inspiriert durch das derzeitige Erasmus-LA1-Projekt der Geschwister Scholl Grundschule. Ortsvorsteher Markus Späth begrüßte die Gäste ebenfalls und überraschte mit einer Palette leckerer heimischer Erdbeeren. Die Lehrkräfte Jenny Ahne und Stephanie Groß der Teilschule Strohbach thematisierten die Geschichte des Räubers Hotzenplotz und nutzten den gleichnamigen Pfad in diesem Ortsteil zur Erkundung der Gegend. Durch das große Engagement der Eltern in den beiden Teilschulen konnte man sich an einem reichhaltigen Büffet laben, was an beiden Tagen großen Zuspruch fand. Den Dienstag beschloss ein abendlicher Nachtwächterrundgang in Gengenbach mit Christian Wußler.

Ein herzliches Willkommen durch Schulleiter Ulrich Fischer leitete den Mittwochvormittag in der Schneckenmatt ein. Genaues Hinschauen erforderte die deutsch-französischen Stadtrallye in Gengenbach und das heimische Brauchtum an Fasnacht erschloss den Gästen der Besuch des Narrenmuseums Niggelturm. Sachkundig führte dort Krista Botzenhardt. Nachdem an den ersten zwei Tagen von beiden Seiten schon festgestellt wurde „Die sind ja wie wir!“, gab es kein Bauchweh mehr, den Nachmittag in den deutschen Familien zu verbringen. Das Leben einer deutschen Familie hautnah zu erleben, zu sehen wo die Partner wohnen, mit was sie gerne spielen und die Zeit nach Lust und Laune gemeinsam zu verbringen war einer der wichtigen Programmpunkte in dieser Woche. Erfüllt von neuen Eindrücken und strahlend kamen die französischen Kinder am Abend zu ihrer Unterkunft im Baden-Powell-Haus in Bergach zurück.

Einige Facetten des Schwarzwaldes durften alle beteiligten deutschen und französischen Kinder am Donnerstag und Freitag mit einer Seilbahnfahrt zum Schauinsland, dem Besuch des dortigen Bergwerks und einem Halt in Freiburg kennenlernen. Aber auch das Freilichtmuseum Vogstbauernhof in Gutach stand mit Führungen und Workshops auf dem Programm. Franziska Blum von der GSG Gengenbach stand hilfreich zur Seite, wenn etwas zu übersetzen war. Voller neuer Eindrücke traten die Gäste nach reichhaltiger Bewirtung durch die Eltern von Strohbach und Reichenbach am späten Abend die Rückreise in die Normandie an. Bei vielen Partnergruppen flossen nach dieser eindrucksvollen Woche, die alle einander näher gebracht hatte, einige Abschiedstränen! Ein Gegenbesuch 2018 in der Normandie wurde von Angelika Stelzer und Etienne Vincent bereits ins Auge gefasst.